Wirtschaftlichkeitsgutachten über das Berliner Taxigewerbe: Senat nennt erschütternde Zahlen - TVB sieht sich bestätigt

Presseinformation

Der Taxiverband Berlin, Brandenburg e.V. (TVB) sieht sich leider in seinen jahrelangen Bemühen, die Zustände auf dem Berliner Taximarkt klar und deutlich zu benennen und zu verändern, bestätigt.

77% aller Berliner Taxiunternehmen werden in der Untersuchung als der Schattenwirtschaft zugehörig benannt. „Wir, die übrigen 23% ehrlichen Betriebe müssen darunter leiden“, ärgert sich Boto Töpfer, zweiter Vorsitzender des Verbandes. „Trotz redlicher Bemühungen der Senatsverwaltungen konnte dieser Zustand entstehen, weil seitens des Senats von Berlin nicht genügend Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt worden sind.“

Ein Konzessionstopp würde diese Zustände nur manifestieren - der Schattenwirtschaft würde dann noch der Schwarzmarkt des Konzessionshandels eröffnet werden, ärgert sich Töpfer, der selbst Taxiunternehmer ist.

Die vorrangige Konzentration auf die 130 Intensivtäter mit den vorhandenen Verwaltungsressourcen hält der TVB für den richtigen Ansatz. „Folgt darauf noch ein angemessener Personalschlüssel beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten - Referat Fahrerlaubnisse, Personen- und Güterbeförderung - und wird dieser mit qualifiziertem Personal bestückt, sollte dieser Existenz bedrohende Zustand für die seriös wirtschaftenden Taxibetriebe beendet werden können“, fordert Boto Töpfer nun Schlüsse aus dem Gutachten.

Der TVB hat sich vor Jahren das Motto „Qualität hat Vorfahrt“ auf die Fahne geschrieben: Die Untersuchung des Gutachterbüros vermerke nun: „Qualität gleich Legalität“ – der TVB- Vorstand sieht sich in seinem Weg bestätigt.

Berlin, 26. Juli 2016